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Trainingstipps von ISW-Sports |
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BREMSEN LEICHTGEMACHT
Quelle: FIT for LIFE
Natürlich geht es auf den Inline-Skates nicht so leicht wie mit dem Mountain
Bike, wo ein einfacher Handgriff genügt, um ein ganzes Bike sofort zum
Stillstand zu bringen. Und es ist tatsächlich nicht empfehlenswert, eine
steile Strasse hinunterzufahren, wenn man nicht, weiss, wie es hinter der Kurve
aussieht. Für den "normalen" Inline-Einsatz sind einige wenige
eingeübte Bremstricks aber absolut ausreichend, um das Rollvergnügen
sicher und unbeschadet in vollen Zügen geniessen zu können.
Zuerst müssen Sie allerdings etwas einplanen, auf das Sie später lieber
verzichten, das Stürzen. Mit einer guten Schutzausrüstung (Knieschoner,
Ellbogen- und Handgelenkschoner, Helm) eingekleidet ist der Sturz ja schliesslich
nichts anderes als eine effiziente Bremstechnik.
Kombinierte Bremsformen
Das "Umschleifen" und der "Hockeystopp" sind einerseits
die einzigen Techniken, bei denen wirklich auf den Punkt genau gestoppt werden
kann (z.B.: Lichtsignal, Hindernis), andererseits sind beide Bremsarten technisch
schwierig auszuführen und bei hohen Geschwindigkeiten kaum möglich.
Es empfiehlt sich daher, diese beiden Techniken in Kombination mit den Grund-Bremstechniken
(Fersenstopp, Pflug- oder T-Stopp) anzuwenden. Also zuerst die Geschwindigkeit
genügend herunterbringen und dann mit Umschleifen oder Hockey-Stop auf
den Punkt genau bremsen.
Stürzen:
| Absacken auf die Knie (Rücklage vermeiden, sonst sind die Stürze viel unkontrollierter und gefährlicher | Finger immer ausgestreckt und nicht zur Faust geballt | Gleichzeitig auf Händen und Ellbogen aufprallen und abbremsen | FEHLER: Körper zu weit ausgestreckt bei der Landung (Gefahr von Schürfungen) |
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Fersenstopp:
| Bei erhöhter Geschwindigkeit bereits ein wenig in die Knie gehen und Rücklage vermeiden. |
Mit einer Handfläche über der anderen Druck auf das vordere Knie und Schienbein geben Oberkörper in leicht gebückter Vorlage. |
Das Standbein ist leicht gebeugt unter dem Körperschwerpunkt. |
FEHLER: Gewicht zu weit hinten, dadurch kein Druck auf den Bremsklotz möglich |
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T-Stopp:
| Der hintere Fuss wird abgewinkelt (knapp 90°) auf den vorderen Rollen sanft abgesetzt und dann mit zunehmendem Druck auf allen Rollen hinter dem Standbein über den Belag geschleift bis zum Stillstand. |
Der Abstand zwischen den beiden Schuhen beträgt etwa 30-40 cm. |
Zehen des Standbeines und Nase liegen in einer senkrechten Linie (keine Rücklage). |
FEHLER: Der bremsende Schuh wird zu nahe ans Standbein gezogen, dadurch entsteht eine zu aufrechte Position. |
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Schneepflug:
| Beine weit öffnen und, sobald die Zehen nach innen gerichtet sind, tief in die Knie hocken und Füsse mit Druck hinausstemmen (wie beim Skifahren). |
Position halten bis zum Stillstand. |
FEHLER: |
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Umschleifen (Nur für geübte Skater):
| Der hintere Fuss wird abgewinkelt und die beiden Fersen werden mit einem Abstand von mindestens 20cm gegeneinander gerichtet. |
Mit einer Gleichgewichtsverlagerung nach vorne innen und gleichzeitigem in die Knie gehen wird ein Kreis gefahren (wie wenn man sich gegen eine Wand lehnen würde) |
Durch extreme O-Bein-Stellung und Druck gegen innen kann der Radius des Kreises möglichst klein gehalten und dadurch die Bremswirkung verstärkt werden. |
FEHLER: Die Fersen sind nicht zueinander gerichtet, ddurch unkontrollierte Kurve und keine Kreisform Fersen zu nahe beieinander bringen Sturzgefahr Hohe Geschwindigkeit beim Ansetzen des Kreises erschwert Kontrolle |
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Hockey Stopp (Nur für geübte Skater):
| Wie mit den Schlittschuhen den Schwung parallel anschneiden, dann aber sofort den äusseren Fuss schräg nach hinten über den Belag schieben. |
Der innere Fuss wird abgedreht, der äussere Fuss stösst nach hinten über den Belag. |
FEHLER: Zu hohe Geschwindigkeit beim Ansetzen des Hockey-Stopps. |
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Variante:
Mit vorgesetztem Fuss abschwingen.
Aus Slalom heraus mit Schuhen parallel stoppen.

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Ohne Nervenflattern (Kontrolliertes Abwärtsfahren)
Quelle: FIT for LIFE 4/99
Was gibt es schöneres, als auf einem frisch geteerten Veloweg auf den Inline-Skates dahinzugleiten? Aber anders als mit dem Rad ist eine rasante Abfahrt für die meisten kein Hochgefühl, sondern das Schreckensszenario schlechthin. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Schussfahrt kontrollieren können.
Pflugdrehen:

SITUATION:
Sie fühlen sich noch nicht so sicher, haben aber genügend Platz, um
kontrolliert eine Strasse herunterzufahren.
TECHNIK:
EINSATZ:
Ermöglicht bei genügend Platz kontrolliertes Bergabfahren, relativ
einfach und sicher. Tempo bleibt konstant tief.
VARIANTE:

Gerader Pflug: Bei Platzmangel ohne Ausweichmöglichkeiten, z.B. bei recht
steilen Abfahrten oder auf einem steilen Trottoir inmitten von Fussgängern,
eignet sich der einfache Pflug ohne Bogen, nicht zu schnell zu werden. Auch
hier ist es wichtig, mit breiter Beinstellung genügend Druck auf die Rollen
zu geben.
FEHLER:

Zu schmale Beinführung, Bogen werden zuwenig ausgefahren, dadurch geringe
Bremswirkung und keine Kontrolle möglich.
Parallelschwingen:

SITUATION:
Sie haben genügend Platz, um relativ zügig eine Strasse hinunterzufahren.
Mit gezielten Parallelschwüngen schaffen Sie das schnell, aber doch kontrolliert.
TECHNIK:
EINSATZ:
Ermöglicht bei genügend Platz ein kontrolliertes und doch zügiges
Bergabfahren. Bei Geübten in Form eines "Hockey-Stopps" auch
zum schnellen Halten einsetzbar.
VARIANTE:

Abschwingen mit vorgesetztem Fuss: Sehr elegante Technik für Fortgeschrittene.
Der kurveninnere Skate wird nach vorne geschoben, die Beine sind hintereinander,
das Tempo wird durch enge Radien und In-die-Gegensteigung-Fahren kontrolliert.
FEHLER:
Zu aufrecht während der Drehung, zuwenig die Kurven ausfahren, kein Druck
auf den Rollen, Rücklage.
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WICHTIG!
Ist euch aufgefallen, dass ich hier keinen Helm trage?? Die Bilder sind leider
nicht mehr ganz neu.
Ich empfehle beim Inline-Skaten unbedingt einen Schutzhelm zu tragen!!
Gruss: Peter Decurtins